Veranstaltungen

Freitag, 08.10.2021, 20:30 Uhr // KUBA-Kulturbahnhof-Spitzweidenweg 28
SANTA MACHETE
Foto-Christoph Gorke

!! ACHTUNG Es gelten die 2 G-Regeln !!

SANTA MACHETE präsentiert GUERRERO, eine Dance-Party im Afro-Soul-, Dancefloor-, Roots-Pimiento-, Cumbia-Libre-Soun


Santa Machete ist inzwischen in Deutschland, insbesondere in Thüringen, ein Begriff. Die Band tourte ungezählte Male durch Europa und machte so auch in Thüringen bereits mehrere Stopps. Die 8 jungen Franzosen um Frontfrau Julie Roman mit ihrem wirklich skurrilen Afro-Soul-, Dancefloor-, Roots-Pimiento-, Cumbia-Libre-Sound sind durch nichts und niemanden zu toppen und schon gar nicht zu stoppen. Santa Machete ist der Inbegriff dessen, was man FREAK SHOW nennt. Die Musiker sorgen nicht nur für beste Laune, automatisch zuckt eines jeden Tanzbein. Die Dance-Party ist den Besuchern gewiss! Die Band präsentiert ihr neues Album „Guerrero“.
SANTA MACHETE

Diese Band ist wirklich der absolute Wahnsinn!
Verborgen hinter mexikanischen Ringermasken, fahren die 7 Franzosen(ab und an auch noch Überraschungsgäste....) einen wirklich skurrilen, dabei jedoch durchweg gut tanzbaren Mix aus Afro-Soul, Cumbia-Libre, Dance-Floor, Roots-Pimiento und World-Brass.
Wir versprechen Euch eine wirklich beeindruckende Show ! Die Band präsentiert ihr neues Album GUERRERO.

Schauen: https://www.youtube.com/watch?v=9jE7yq4oqRw
Hören: https://www.youtube.com/watch?v=xBhUZffO7yo

Dienstag, 12.10.2021, 20:00 Uhr // Cafe Wagner
Peter Van Huffels GORILLA MASK
Foto: David Beecroft

Im Rahmen von JIP40 - Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 

Peter Van Huffel – Alt- & Baritonsaxophon, Effekte
Roland Fidezius – E-Bass, Effekte
Rudi Fischerlehner – Drums, Perkussion

Der kanadische Saxophonist Peter Van Huffel lebt seit zehn Jahren in Berlin und leitet dieses muskulöse Trio mit dem E-Bassisten und Schlagzeug.
Gorilla Mask kommt furios und energiegeladen daher, angetrieben von wendigen Hardrock- und Funk-Grooves, die aber dem Bandleader immer noch genug Raum geben für seine sondierenden, flinken Improvisationen, gelegentlich verstärkt durch dubbige elektronische Schnörkel.

Auf ihrem jüngsten Album Brain Drain erweist sich die Rhythmusgruppe des Trios als unerbittlich und gräbt sich tief in zyklische Muster ein, die knattern und knirschen, während van Huffel alles an die Wand spielt, zwischen Post-Bop-Ausbrüchen und kehligen Schreien und Heulen.
Gorilla Mask packt die Zuhörer mit Gewalt am Hals, bietet dabei aber hochgradige Interaktion und kathartischen Ausdruck.

(Texte von Peter Margagasak)

gorillamaskmusic.com
https://www.facebook.com/gorillamasktrio/
https://www.instagram.com/gorillamaskmusic/
https://gorillamaskmusic.bandcamp.com/

 


Als Saxofonist und Improvisator steht Peter van Huffel klar in der Tradition von Albert Ayler, Peter Brötzmann und John Zorn; in der Musik aber hört man auch Einflüsse von unter anderem Black Flag, The Stooges und Rage Against the Machine. Seine Mitstreiter, Bassist Roland Fidezius und Schlagzeuger Rudi Fischerlehner, kombinieren die Kraft und Autorität einer Rock-Rhythm-Section mit einer rastlosen und kreativen Energie, die sie immer wieder an den Rand des totalen Chaos taumeln lässt.

 

Mittwoch, 20.10.2021, 20:00 Uhr // TRAFO-Nollendorfer Strasse 30
ZENKER/HELBIG//: & Gäste „Kommunikationen“
Fotografen: Tina Peißker und Alejandro Juegen

Zenker/Helbig//: & Gäste - „Kommunikationen“ sind:
Norico Kimura – Gesang
Nils Alf – Klarinetten / Tenorsaxophon
Tim Helbig – exp. Instrumente / Live-Elektronik
Falk Zenker – Gitarren / Live-Looping

Jazzmeile Special 2021 – Gefördert Von Musikfonds, Neustart Kultur und  der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

weiter Konzerte:
21.10.2021-WEIMAR-MonAmi
28.10.2021-ERFURT-Thomaskirche
29.10.2021-NORDHAUSEN-Cyriaci Kapelle

Ticketlink-Jena:http://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500003625000


Die gegenwärtigen Zeiten bedürfen neuer Wege. Dies meinten zwei kreative Köpfe der Thüringer Jazz- und Improvisations-Szene, Gitarrist Falk Zenker und Perkussionist und Klang-Elektroniker Tim Helbig und gründeten ihr neues Duo-Projekt Zenker/Helbig//:. In Kombination aus Zenkers virtuoser Gitarren-Loop-Kunst und Helbigs abgefahrenen Instrumentenerfindungen und komplexer Live-Elektronik erforscht das Duo mit großer musikalischer Spiel- und Experimentierlust neues musikalisches Terrain.

Exklusiv für die Thüringer Jazzmeile 2021 kooperiert das Duo Zenker/Helbig//: mit zwei spannenden Gastmusikern: die wieder in Japan lebende Sängerin Norico Kimura mit ihren charaktervollen und experimentierfreudigen Vokalimprovisationen und der Saxophonist Nils Alf, facettenreicher und einfühlsamer Jazzmusiker.
Gemeinsam wollen die vier Musiker das spannende Thema Kommunikation musikalisch ausloten:
Verstehen oder Missverstehen, Zuhören oder Zuschreiben, Argumentieren oder in Dogmen verharren – Kommunikation ist in allen Lebensbereichen ein Schlüssel für ein erfolgreiches Miteinander, scheint jedoch vor allem gesamtgesellschaftlich gefährdet zu sein mit den zu beobachtenden zunehmenden Spaltungstendenzen.
Musik an sich beruht auf erfolgreicher Kommunikation und insbesondere ist die Improvisation beispielhaft für die Notwendigkeit des Dialogs und des gemeinsamen Diskurses.
Abstrakte freie und strukturierte Improvisationen, aufblitzende jazzige Themen, atmosphärische Klangschwelgereien und temporäre, treibende Beats verdichten sich unter Einsatz elektroakustischer Echtzeit-Klangmanipulation zu vielschichtigen Klanggebilden. Über die im Saal verteilten Lautsprecher wandern die Klänge schließlich durch den Raum und führen das Publikum auf eine spannende Hör-Entdeckungsreise.

Falk Zenker macht bereits seit mehr als 25 Jahren durch sein virtuoses Gitarrenspiel und seine modernen Kompositionen für Gitarre weit über unsere Landesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. Seine musikalische Vielfalt vereint Elemente des Jazz, Mittelalter, Flamenco, Klassik und zeitgenössischer Musik. Zudem tritt er seit einigen Jahren erfolgreich als Klangkünstler in Erscheinung – vielerorts sind Klanginstallationen von ihm zu erleben. Neben einer Vielzahl nationaler und internationaler Konzertreisen, kann Zenker auf zahlreiche CD-Veröffentlichen und Noten-Publikationen zurückblicken. https://falk-zenker.de


Tim Helbig ist künstlerischer Mitarbeiter an der HfM Franz Liszt Weimar am Studio für elektroakustische Musik. Sein Betätigungsfeld umfasst neben der Realisation komplexer Klanginstallationen, Kompositionen von Elektroakustischer Musik, auch ein mannigfaltiges Spiel verschiedener selbstentwickelter Instrumente im Rahmen von Live-Elektronik-Konzerten und Improvisationen. https://timhelbig.de

Die Opernsängerin Norico Kimura kann auf ein umfangreiches Bühnenwirken zurückblicken. Ihr hoher Facettenreichtum changiert zwischen klassischem Musiktheater und experimentellen Stegreif-Improvisationen. Neben Engagements im In- und Ausland (u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, an der Semper-Oper Dresden, Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien, Japan) ist sie Mitglied im Duo „Klang-Zeichen“ (Kimura, v. Hintzenstern) sowie in Ihrer Funktion als „DADA-Botschafterin des Japanischen Kaisereichs“ Musikerin im „Ensemble der DADAMENTA“, sowie im Ensemble „syn:klang“ aktiv. Seit 2020 lebt sie wieder in Japan.

Nils Alf hat sich ebenfalls überregional als experimentierfreudiger, im Jazz verwurzelter Tenorsaxophonist und Klarinettist (Bb-Klarinette, Bassklarinette) einen bemerkenswerten Namen erarbeitet. Zu hören ist er u.a. in gemeinsamen Projekten mit Kay Kalytta (perc) und Stephan Nagler (klavier), Majofran und Sammant.https://www.nilsalf.de

Künstler Link: https://www.falk-zenker.de/projekte/12-aktuelle-projekte/59-zenker-helbig-2

Donnerstag, 21.10.2021, 20:00 Uhr // Cafe Wagner
Luís Vicente Trio
Foto: Hugo Sales

!! ACHTUNG Es gelten die 2 G-Regeln !!

Trio Luis Vicente - Concalo Almeida - Pedro Melo Alves

Im Rahmen von JIP40 - Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 

 

Luis Vicente - Trompete
Concalo Almeida - Bass
João Lobo - Drums

 

Der portugiesische Trompeter  Luís Vicente ist vor allem in der frei improvisierten Musik aktiv und hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden europäischen Stimmen auf seinem Instrument entwickelt.
Mit seinem Trio spielt er eigene Kompositionen, in denen Struktur und Freiheit ständig umeinander kreisen und Spannung und Spiritualität einander im Gleichgewicht halten. Aus der Rezension von Stef Gijssels (Jazz Blog): "

Samstag, 30.10.2021, 20:30 Uhr // kuba jena - Spitzweidenweg 28
rem EMBRYO-MAS POSTA plus Special Guest: MARJA BURCHARD
Foto: Wordpress

 

Es gelten die 3 G plus Regelungen 

A Tribute to Christian Burchhard-rem EMBRYO-MAS POSTA
Im Rahmen von JIP40 -Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Carlo Mascolo – trombon(ification)
Jens Pollheide – el. bass, flutes
Lothar Stahl – drums, 1/4tone-xylophone

plus Überraschungsgast aus der EMBRYO-Familie:Special Guest: MARJA BURCHARD

http://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500003780000

Nachdem sie schon viele Jahre mitgespielt hat, leitet MARJA BURCHARD seit dem Tod ihres Vaters Christian die Formation EMBRYO. Die Musikerin ist ausserdem als gefragte Solistin mit verschiedenen Formationen unterwegs, so z.B. der Express Brass Band. Die Süddeutsche Zeitung bilanziert ihre Leitung des Kollektivs embryo wie folgt: “Letztlich ist Embryo nämlich auch unter der Führung von Marja Burchard gelebte Ethnologie, die nicht kolonialistisch auf andere Kulturen blickt, sondern diese interkulturell verinnerlicht.“ (SZ, 2016)

Die Musiker von MasPoSta haben sowohl mit Christian als auch Marja Burchard bei vielen embryo-Konzerten gespielt und freuen sich deshalb sehr, dass Marja bei zwei Konzerten mitspielen wird.



Lothar Stahl und Jens Pollheide waren die Rhythmusgruppe von embryo in den
1990ern und 2000ern und können auf den Alben »Nie Hau«, »Istanbul – Casablanc«
und vielen weiteren gehört werden. Während einer Italientour trafen sie den Posaunisten
Carlo Mascolo aus Altamura in Apulien und wurden schnell Freunde.
Über die Jahre haben sie wann immer möglich im Trio gespielt.
2018 starb Christian Burchard, der Gründer von embryo. 2021 wäre sein 75.
Geburtstag gewesen, und so hatten Lothar, Carlo und Jens die Idee, einige seiner
Kompositionen aufzunehmen und ein paar Tribute-Konzerte für diesen großartigen
Musiker, Komponisten und wunderbaren Menschen zu spielen. Durch die
Pandemie war es bisher leider nicht möglich, das Material live aufzuführen, wir
hoffen aber, dies im Winter 2021/Frühjahr 2022 tun zu können.
Das Album »remEMBRYO« enthält sechs Kompositionen von Christian
Burchard, eine seines Mentors Mal Waldron und eine von Jens Pollheide. Die
Stücke wurden für diese spezielle Besetzung arrangiert und glänzen durch die
Posaunenmodi!kationen von Carlo Mascolo. Wir hoffen, das die Musik dazu beitragen
möge, Christian Burchard als den einzigartigen Komponisten anzuerkennen,
der er war.


MAS POSTA haben einige ihrer Lieblingskompositionen von Embryo-Gründer Christian Burchard im Oktober 2020 aufgenommen und nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt der Klänge..

Eigentlich sollten diese im Sommer 2021 anlässlich Christian Burchards 75. Geburtstag live präsentiert werden, die Konzerte mussten aber wegen der Pandemie auf Oktober/November 2021 verlegt werden.

 

Mittwoch, 03.11.2021, 20:00 Uhr // TRAFO-Nollendorfer Straße 36
!! Konzertverlegung!! - PASCAL SCHUMACHER
Foto:Marc Lazzarini

!! Konzertverlegung!! - PASCAL SCHUMACHER

!! ACHTUNG !! im TRAFO  gelten die 3 G Regeln (geimpft, genesen,getestet - Selbsttest vor Ort möglich)

Im Rahmen von JIP40 - Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 

PASCAL SCHUMACHER-The Solo Performance-SOL

Von dem italienischen Schriftsteller Umberto Eco stammt der Satz 'Einsamkeit ist eine Art von Freiheit'. Eine Aussage, die auch zu SOL, dem neuesten Album von Pascal Schumacher, passt. Der Vibrafonist und Komponist hatte sich durch eine Vielzahl von Gemeinschaftsprojekten mit so unterschiedlichen Ensembles wie Quartette und Sinfonieorchester einen Namen gemacht, eher er kürzlich für sich entdeckte, wie befreiend und sinnvoll ein Soloprojekt sein kann:
'Beim Alleinsein habe ich so viel über mich selbst gelernt – mehr als ich mir je hätte vorstellen können', sagt er.

Bei Schumachers Beziehung zu seinem Instrument, dem Vibrafon, war es – wie so oft im Leben –Liebe auf den ersten Blick. 'Beim Schlagzeugunterricht in meiner Kindheit war da dieses golden glitzernde Instrument. Ich konnte nicht anders als darauf zu spielen, sobald mein Lehrer den Raum verließ', erinnert er sich. Diese Faszination kennen wohl alle, die mit dem Vibrafon vertraut sind. Seine strahlend glänzenden Platten und stufenförmig angeordneten Röhren, die beim Anschlag mit dem Schlägel metallisch und zugleich weich und geradezu ätherisch klingen. Besonders gut kommt das in Amarcord, dem ersten Stück von SOL, zur Geltung – ein einminütiges Prickeln und Bimmeln als Einstieg und Einführung in den Rest des Albums, derart sanft und intim, dass es sich fast wie eine Verführung anfühlt. 'Dieser Klang – für mich hatte er schon immer eine magische Wirkung', bemerkt Schumacher.

Intimität aufzubauen ist freilich nicht einfach. Wie bei den meisten Perkussionsinstrumenten, bei denen Schlägel oder Stöcke zwischen Musiker und Instrument vermitteln, gibt es eine Distanz. 'Es ist ein ziemlicher Prozess, eins mit dem Vibrafon zu werden. Ich war immer neidisch auf die Cellisten, die ihr Instrument in ihren Armen halten, es fühlen und geradezu umarmen', sagt Schumacher. 'Beim Vibrafon ist das Verhältnis zunächst ein sehr distanziertes. Die Herausforderung besteht darin, mit seinem Instrument eins zu werden.'

Eine Herausforderung, der sich Schumacher in den darauffolgenden Jahrzehnten gestellt hat. Seine Beziehung zum Vibrafon hat sich weiterentwickelt, gewandelt und gefestigt – von Album zu Album und von Band zu Band, auf Festivalbühnen zwischen Kopenhagen und Tokio. Schumacher hat mit seinem Instrument in den Improvisationen bewegter Jazzriffs gerungen und sich mit ihm in den Liebkosungen klassischer Kammermusik versöhnt. Und in all dem Tumult gab es immer auch diesen Moment der Entzückung, diesen Moment der Einsamkeit, wenn es nur ihn gab und sein Vibrafon. 'In diesen Momenten kannst du vollkommen kreativ sein, alles ist erlaubt, du musst dich an nichts halten, das du geplant oder geprobt hast … Diese Momente gehörten immer zu meinen liebsten.' Kein Zurück mehr gab es, als Schumacher 2018 eingeladen wurde, bei einem Festival in Salzburg erstmals solo aufzutreten. 'Während dieser Konzerte habe ich mich freier gefühlt als je zuvor, und es hat mir so viel Spaß gemacht. Mit dem Publikum ist auch etwas ganz besonderes passiert, die Leute tauchten noch tiefer in die Musik ein und wurden von ihr noch stärker absorbiert. Ich hatte so etwas noch nie erlebt', erzählt er.

 

Donnerstag, 04.11.2021, 19:30 Uhr // Cafe Wagner
Trio BAUER/BAUER/NARVESEN & Trio SCHULTZ /RAINEY/EHWALD
Foto-MPS-Studio-Villingen

!! ACHTUNG !! im Cafe Wagner gelten die 2 G Regeln (Einlass für Geimpfte und Genesene )

 

Jubiläumskonzert
Im Rahmen von JIP40 - Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Trio BAUER / BAUER / NARVESEN  & Trio SCHULTZE / RAINEY / EHWALD
Conny Bauer (Posaune)
Matthias Bauer (Bass)
Dag Magnus Narvesen (Schlagzeug)
&
Stefan SCHULTZE (Piano)
Tom RAINEY (Drums)
Peter Ehwald (Saxophom)

Das Trio Bauer / Bauer / Narvesen steht für ureigene, unverwechselbare Klänge, Neugier und die Freude am spannungsreichen Zusammenspiel. Der Posaunist Conny Bauer, der Bassist Matthias Bauer und der Schlagzeuger Dag Magnus Narvesen erkunden neue Formen des musikalischen Dialogs. Drei Generationen und drei ganz unterschiedliche musikalische Biografien treffen hier aufeinander. Sie spielen solo, finden sich in wechselnden Duos zusammen und lassen schließlich im Trio ihre Klangbilder entstehen, die mal durch expressive und dann wieder durch zarte, leise Töne in ihren Bann ziehen. Im Frühjahr 2020 erschien die LP »THE GIFT«, eine live-Aufnahme des Konzerts anlässlich Conny Bauers 75. Geburtstag.

&

„Ehwald und Schultze haben alles im Griff. Mit exzellentem Timing und Sinn für überraschende, harmonische Wendungen improvisieren sie über eigene Stücke“

schreibt Hans Hielscher im Spiegel über die aufregende Zusammenarbeit dieser beiden spannenden Deutschen Jazzmusiker. Für sechs Konzerte treffen Peter Ehwald und Stefan Schultze auf den herausragenden New Yorker Schlagzeuger und Improvisator Tom Rainey. Rainey, der mit Musikern wie Kenny Werner, Fred Hersch und Tim Berne zusammengearbeitet hat, ist eine der wichtigsten Stimmen im modernen Jazz. Das Trio entwickelt in einem virtuosen, melodischen Austausch neue Räume, in denen die Klänge, traumwandlerisch schweben und trotzdem energisch pulsieren.

 

Freitag, 05.11.2021, 15:00 Uhr // cafe Wagner
Jazz im Paradies 40 Jahre JIP40- Tagung & Konzert TEIL1

!! ACHTUNG !! im Cafe Wagner gelten die 2 G Regeln (Einlass für Geimpfte und Genesene )

Eine Vision ohne Handeln ist ein Tagtraum.Handeln ohne Vision ist ein Albtraum!

 Jazz im Paradies wird/ist 40 Jahre (JIP40) – War es, ist es nur Jazz, oder wo ist das Geheimnis, das Mysterium, der Fluch? Kennt ihr des Rätsels Lösung?

 Donnerstag 4.11.2021 – Café Wagner 20.00 Uhr

Jubiläumskonzert
Im Rahmen von JIP40 Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Trio BAUER / BAUER / NARVESEN & Trio SCHULTZE / RAINEY / EHWALD
Conny Bauer (Posaune)
Matthias Bauer (Bass)
Dag Magnus Narvesen (Schlagzeug)
&
Stefan Schultze (Piano)
Tom Rainey (Drums)
Peter Ehwald (Saxophon)

Das Trio Bauer / Bauer / Narvesen steht für ureigene, unverwechselbare Klänge, Neugier und die Freude am spannungsreichen Zusammenspiel. Der Posaunist Conny Bauer, der Bassist Matthias Bauer und der Schlagzeuger Dag Magnus Narvesen erkunden neue Formen des musikalischen Dialogs. Drei Generationen und drei ganz unterschiedliche musikalische Biografien treffen hier aufeinander. Sie spielen solo, finden sich in wechselnden Duos zusammen und lassen schließlich im Trio ihre Klangbilder entstehen, die mal durch expressive und dann wieder durch zarte, leise Töne in ihren Bann ziehen. Im Frühjahr 2020 erschien die LP »THE GIFT«, eine live-Aufnahme des Konzerts anlässlich Conny Bauers 75. Geburtstag.
 
„Ehwald und Schultze haben alles im Griff. Mit exzellentem Timing und Sinn für überraschende, harmonische Wendungen improvisieren die beiden über eigene Stücke“,
schreibt Hans Hielscher im Spiegel über die aufregende Zusammenarbeit dieser beiden spannenden deutschen Jazzmusiker. Für sechs Konzerte treffen Peter Ehwald und Stefan Schultze auf den herausragenden New Yorker Schlagzeuger und Improvisator Tom Rainey. Rainey, der mit Musikern wie Kenny Werner, Fred Hersch und Tim Berne zusammengearbeitet hat, ist eine der wichtigsten Stimmen im modernen Jazz. Das Trio entwickelt in einem virtuosen, melodischen Austausch neue Räume, in denen die Klänge, traumwandlerisch schweben und trotzdem energisch pulsieren.

 

Freitag 5.11.2021 – Café Wagner – Tagungsraum 1.Etage

Tagungsplan

Leitung : Thomas Eckardt (Geschäftsführer Jazzmeile Thüringen)
Assistenz : Claudia Dathe (Literatur-Übersetzerin)
Moderation : Andreas Menzel (Kunstfest Weimar, Moers Festival-PR)
Präsentation von Uwe Bley mit historischen Jazz-im-Paradies-Bildern

 

15.00 – 15.45 Uhr – Martin Breternitz – Impulsreferat
„Heimstätten des Jazz“ – Jazzklubs in der DDR der 1970er und 1980er Jahre zwischen ‚selbstorganisierter Kulturform‘ und sozialistischer Kulturpolitik. Eine Bestandsaufnahme.

15.50 – 16.20 Uhr – Gerold Hildebrand – Zeitzeugenerinnerungen
Jugendkultur in Jena und der Jazz unter den Bedingungen der kommunistischen Diktatur Anfang der 1980er Jahre. Ein Zeitzeugenbericht.

16.20 – 16.35 Uhr
Feedback & Fragen

– 10 Minuten Pause – 

 16.45 – 18.15 Uhr

Round-Table Gesprächsrunde – historische Sichtweisen von Innen bzw. nach Außen

Clubzeitzeugen: Thomas Eckardt (Jazz im Paradies), Heiner Kaiser (Jazz im Paradies), Peter Mathè(Gründungsmitglied Jazz im Paradies), Gerold Hildebrand (Berlin, "Jazz und Opposition in Jena. Ein Zeitzeugenbericht."), Steffen Wilde (Jazzklub Tonne Dresden),Volker Albold (BluesCafé),Wolfgang Renner (Weimar), Assi Göde (Jazzkeller 69 e.V., Berlin)

 

Gesellschaftspolitische Einordnung:

Rainer Bratfisch - (Musikjournalist, Publizist)
Dr. Ulrich Steinmetzger - (Musikjournalist, Publizist)

 

- Wie gestalteten sich die Szenen an den einzelnen Orten? Worin unterschieden sie sich? Wie entwickelten die Beteiligten ihr Netzwerk unter den Bedingungen des „real existierenden Sozialismus“?

- Was stand musikalisch im Mittelpunkt? Woran orientierte man sich und wie? (Künstler, Länder, Szenen, Stile)

- Was passierte außerhalb der Musik? Bildeten die Jazzer eigene informelle Netzwerke, in denen außer der Leidenschaft für Jazz noch andere Aktivitäten gepflegt wurden?

- Wie hat man die Abschottung überwunden, wie „erweiterte“ man den Horizont, und welche Konzert-Festivalkultur gab es, da man kaum Platten kaufen konnte usw.?

- Wie war das Verhältnis zur Politik bzw. zur offiziellen Wahrnehmung? Wie ging man mit dem latenten Dissidententum um? Wollte man lieber unpolitisch sein und seine Nische verteidigen?

Netzwerk damals und Heute – Facebook, WhatsApp & Co. – Fluch und Segen, Chance oder Nachteil.

Konzertabend ab 20.30 Uhr

 INTENSIVSTATION

Alfred Vogel – drums
John Schröder – key, g, bass
Wolfgang Zwiauer – bass

Samstag 6.11.2021 – Café Wagner

 Angebot einer Wanderung ab 11.00 Uhr – Treffpunkt Hotel Vielharmonie

Tagungsbeginn: 14.30 Uhr-Treffen der Teilnehmer

 

15.00 Uhr – Café Wagner - Saal
Impulskonzert Karl-Heinz Bomberg
- (Arzt und Liedermacher, politisch Verfolgter-Stasihaft-Musiker-Psychoanalytiker, die Bedeutung des Jazz für die Heilung)

15.30 Uhr – 18.30 Uhr – Tagungsraum 1.Etage

 Vision & Zukunft
Rainer Bratfisch & Wolfgang König

Visionen von der Zukunft.

Hat die Jazzszene die Kraft und den Willen, diese in den nächsten Jahren umzusetzen?
Muss der Jazz am Tropf der Kulturförderung hängen?
Corona als HERAUSFORDERUNG annehmen bzw. als KATALYSATOR verstehen.

"Visionen ohne Taten werden zu Träumereien, Taten ohne Visionen zu Alpträumen“ (Japanisches Sprichwort)

 Tischvorlage: Gregor Holtz Thesenpapier 4 Thesen

  1. Die radikale Entbürokratisierung der Kulturförderung
  2. Vertrauen und eine flexiblere Umsetzung der geförderten Projekte
  3. Längere Förderzeiträume und Initiativförderung
  4. Aufstockung der Mittel für die freie Szene

16.15 Uhr – 17.00 Uhr – Tagungsraum 1.Etage

Interview Dr. Ulrich Seitmetzger mit Jakob Manz

Die Zukunft von Jazz: Live, als tatsächliche kulturelle Praxis, als Beruf, zukünftige Veranstaltungsformate, politische und gesellschaftliche Relevanz – wie erlebt die jungen Generation die aktuellen Jazzentwicklungen – eine persönliche Sicht

 

17.15 Uhr – 18.00 Uhr – Tagungsraum 1. Etage

Interview Andreas Menzel –

Tim Isfort (künstlerischer Leiter Moers Festival)
Bernd Gürtler(Musikjournalist)

Jazz in Deutschland als gegenwärtige Kulturpraxis prä,peri und post Corona" warum so schlecht beleumundet und ein gefühltes oder tatsächliches Ost –West Gefälle? –Wie wurde(n) „Ostjazz(er) im Westen wahrgenommen und wirkt dies bis heute nach? Und wie weiter…..

 

Im Anschluss tauschen wir uns darüber aus

 

Abschlussthese:

Jazz ist aber immer auch: kreativer Weg raus aus den Grenzen. Leidenschaft an etwas Neuem, Lebenslust. Wie kriegen wir die Lebenslust zurück?

Indem wir eine Art Allianz des vorurteilsfreien Handelns bilden und versuchen, die Stärken der jeweils anderen Szene zu nutzen oder wenigstens in die eigenen Überlegungen einzubeziehen…

 

Am Abend Konzert : 20.30 Uhr

THE JAKOB MANZ PROJECT

https://jakobmanz.de/the-jakob-manz-project/

 

 

Sonntag 7.11.2021 – Abschlusskonzert in der Panoramagaststätte Schlegelsberg

 Angelika Weiz mit Charlie Eitner & Friends

Für das Projekt "Angelika Weiz & Friend`s". An der Seite von Geli Weiz haben sich mit Chris Lewis, Charlie Eitner und Topo Gioia angesagte Musiker zusammengetan.

 

Freitag, 05.11.2021, 20:00 Uhr // Café Wagner, Wagnergasse 26
POWWOW - INTENSIVSTATION
Foto: Renata Chueire

!! ACHTUNG !! im Cafe Wagner gelten die 2 G Regeln (Einlass für Geimpfte und Genesene )

Im Rahmen von JIP40 - Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

 

Alfred Vogel – drums
John Schröder-key, g,-bass
 Wolfgang Zwiauer – bass

Im Westen nichts Neues? Alles schon da gewesen? Was Frank Zappa vor knapp 50 Jahren dem Jazz ins Poesiealbum schrieb, kann man heute wohl sinngemäß von der Musik im Ganzen sagen – sie ist zwar nicht tot, muffelt aber schon ein wenig. Höchste Zeit für einen Aufenthalt in der Intensivstation, auf der alles wieder auf Anfang gesetzt wird.

In dem Wort Intensivstation verbirgt sich der Begriff „Intensität“. In den multiplen Kollisionen von Drummer Alfred Vogel, Multiinstrumentalist John Schröder und Bassist Wolfgang Zwiauer geht es genau darum, diesen abstrakten Begriff in einen Prozess der Kernschmelze zu transformieren. Dabei wird ungemein viel Energie freigesetzt, spielerisch, zwischenmenschlich und spirituell. Der Augenblick dehnt sich in die Unendlichkeit, das weite Rund des Horizonts schrumpft auf einen Punkt.

 

Alle drei Musiker bringen ihr Gepäck mit. John Schröder machte sich in der Berliner Szene vor allem in der Band Der Rote Bereich einen Namen, war aber als Multitasker auch in unzähligen anderen Formationen unterschiedlichster Genres zu hören. Auf der Intensivstation spielt er bis zu drei Instrumente gleichzeitig, sodass die Dreimann-Band zuweilen wie ein Quintett oder Größeres klingt. Den schweizerischen Bassisten Wolfgang Zwiauer auf eine überschaubare Anzahl an Projekten, Genres oder Ideen festzulegen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist wie der Igel im Märchen der Brüder Grimm, kaum glaubt man ihn irgendwo auszumachen, ist er schon wieder am anderen Ende des Spektrums. Der österreichische Schlagzeuger Alfred Vogel trommelt wie ein Oktopus. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er in den konzeptionellen Rundumschlägen von Bands wie Hang Em High oder Die Glorreichen Sieben. Aus seinem variablen Langzeitprojekt Vogelperspektive, das auf fünf Alben dokumentiert ist, ging letztlich auch die Intensivstation hervor.

Streckenweise mag es scheinen, das Trio knüpfe an den provokanten Electric Jazz von Miles Davis’ „Bitches Brew“, die unvermittelten Ausbrüche eines Sonny Sharrock oder die asynchronen Verschränkungen von Ornette Colemans frühen Prime Time Experimenten an, doch dann kratzt, schabt, röchelt, blubbert, dröhnt oder wummert es unversehens aus einer ganz anderen Ecke und versetzt den sicher geglaubten Assoziationswinkel ins Unbekannte, Unerhörte, Unerforschte. Alles Bisherige wirkt wie eine gigantische Bibliothek, auf die die drei Akteure frei und ohne jedwede Rücksicht zugreifen. Alle erdenklichen Kreaturen von Noise und Drone, Patchwork Music, Drum’n’Bass, Death Metal, elektronischer Musik, Blues, HipHop und vielem mehr haben auf dem unausweichlichen Weg zur Intensivstation ihre Spuren hinterlassen. Aus der Überlagerung dreier unterschiedlicher Hintergründe und Spielhaltungen wird in der Interaktion eine beispiellose Musik, die auf ihrem Höhenflug alle Referenzen abwirft.

Alle drei Beteiligten geben sich mit Hingabe und Konzentration dem Naturereignis der totalen Klangfindung hin. Dabei entstehen so viele Obertöne, Subtexte und zusätzliche Metaebenen, dass die Magie des Geschehens die unmittelbare Herkunft jedes Impulses fast zur Nebensache macht. Es geht nicht um die Instrumente, Konzepte und Einflüsse, nicht einmal um die ausführenden Persönlichkeiten, sondern in jedem einzelnen Augenblick um das unabsehbare Destillat aus der Gesamtheit aller Komponenten. Nach eigenem Bekunden geht es für Zwiauer, Vogel und Schröder um eine enggliedrige Kette von individuellen Entscheidungen, aus denen sich ein kollektiver Flow ergibt. Wäre dieser Begriff nicht so abgenutzt, könnte man es im besten Sinne des Wortes „Improvisation“ nennen. So aber müssen wir offen eingestehen, dass es für die virulente Intensität dieses ebenso spontanen wie flexiblen Vokabulars gar keinen passenden Begriff gibt. Und siehe da, das bracht es auch gar nicht, denn die Musik spricht ja für sich selbst.

Und um jede kategorische und merkantile Einordnung noch am Ende schwerer, um nicht zu sagen, unmöglich zu machen, löst sich das Trio auch vom gängigen Format. Neben der CD „Intensivstation“ wird es ein Jahr lang monatlich einen zusätzlich über das Internet vertriebenen Track der Band geben. Die Aufnahmen des Albums und seiner Satelliten erfolgten über einen Zeitraum von mehreren Jahren, entsprechend soll auch der Annäherung über das Ohr ein zeitlich unlimitierter Zugang ermöglicht werden.

Im Westen nichts Neues? Alles schon gehört? Bitches Brew ohne Miles Davis? Pustekuchen. Wenn überhaupt, dann kocht uns die Intensivstation ein gepfeffertes Bridges Brew.

Text: Wolf Kampmann

Samstag, 06.11.2021, 15:00 Uhr // Cafe Wagner
Jazz im Paradies 40 Jahre-JIP40- Tagung & Konzert TEIL 2
Foto: ACT Music

!! ACHTUNG !! im Cafe Wagner gelten die 2 G Regeln (Einlass für Geimpfte und Genesene )

Eine Vision ohne Handeln ist ein Tagtraum.Handeln ohne Vision ist ein Albtraum!

 Jazz im Paradies wird/ist 40 Jahre (JIP40) – War es, ist es nur Jazz, oder wo ist das Geheimnis, das Mysterium, der Fluch? Kennt ihr des Rätsels Lösung?

 Donnerstag 4.11.2021 – Café Wagner 20.00 Uhr

Jubiläumskonzert
Im Rahmen von JIP40 Gefördert von: NEUSTART KULTUR, Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Trio BAUER / BAUER / NARVESEN & Trio SCHULTZE / RAINEY / EHWALD
Conny Bauer (Posaune)
Matthias Bauer (Bass)
Dag Magnus Narvesen (Schlagzeug)
&
Stefan Schultze (Piano)
Tom Rainey (Drums)
Peter Ehwald (Saxophon)

Das Trio Bauer / Bauer / Narvesen steht für ureigene, unverwechselbare Klänge, Neugier und die Freude am spannungsreichen Zusammenspiel. Der Posaunist Conny Bauer, der Bassist Matthias Bauer und der Schlagzeuger Dag Magnus Narvesen erkunden neue Formen des musikalischen Dialogs. Drei Generationen und drei ganz unterschiedliche musikalische Biografien treffen hier aufeinander. Sie spielen solo, finden sich in wechselnden Duos zusammen und lassen schließlich im Trio ihre Klangbilder entstehen, die mal durch expressive und dann wieder durch zarte, leise Töne in ihren Bann ziehen. Im Frühjahr 2020 erschien die LP »THE GIFT«, eine live-Aufnahme des Konzerts anlässlich Conny Bauers 75. Geburtstag.
 
„Ehwald und Schultze haben alles im Griff. Mit exzellentem Timing und Sinn für überraschende, harmonische Wendungen improvisieren die beiden über eigene Stücke“,
schreibt Hans Hielscher im Spiegel über die aufregende Zusammenarbeit dieser beiden spannenden deutschen Jazzmusiker. Für sechs Konzerte treffen Peter Ehwald und Stefan Schultze auf den herausragenden New Yorker Schlagzeuger und Improvisator Tom Rainey. Rainey, der mit Musikern wie Kenny Werner, Fred Hersch und Tim Berne zusammengearbeitet hat, ist eine der wichtigsten Stimmen im modernen Jazz. Das Trio entwickelt in einem virtuosen, melodischen Austausch neue Räume, in denen die Klänge, traumwandlerisch schweben und trotzdem energisch pulsieren.

 

Freitag 5.11.2021 – Café Wagner – Tagungsraum 1.Etage

Tagungsplan

Leitung : Thomas Eckardt (Geschäftsführer Jazzmeile Thüringen)
Assistenz : Claudia Dathe (Literatur-Übersetzerin)
Moderation : Andreas Menzel (Kunstfest Weimar, Moers Festival-PR)
Präsentation von Uwe Bley mit historischen Jazz-im-Paradies-Bildern

 

15.00 – 15.45 Uhr – Martin Breternitz – Impulsreferat
„Heimstätten des Jazz“ – Jazzklubs in der DDR der 1970er und 1980er Jahre zwischen ‚selbstorganisierter Kulturform‘ und sozialistischer Kulturpolitik. Eine Bestandsaufnahme.

15.50 – 16.20 Uhr – Gerold Hildebrand – Zeitzeugenerinnerungen
Jugendkultur in Jena und der Jazz unter den Bedingungen der kommunistischen Diktatur Anfang der 1980er Jahre. Ein Zeitzeugenbericht.

16.20 – 16.35 Uhr
Feedback & Fragen

– 10 Minuten Pause – 

 16.45 – 18.15 Uhr

Round-Table Gesprächsrunde – historische Sichtweisen von Innen bzw. nach Außen

Clubzeitzeugen: Thomas Eckardt (Jazz im Paradies), Heiner Kaiser (Jazz im Paradies), Gerold Hildebrand (Berlin, "Jazz und Opposition in Jena. Ein Zeitzeugenbericht."), Steffen Wilde (Jazzklub Tonne Dresden),Volker Albold (BluesCafé),Wolfgang Renner (Weimar), Assi Göde (Jazzkeller 69 e.V., Berlin)

 

Gesellschaftspolitische Einordnung:

Rainer Bratfisch - (Musikjournalist, Publizist)
Dr. Ulrich Steinmetzger - (Musikjournalist, Publizist)

 

- Wie gestalteten sich die Szenen an den einzelnen Orten? Worin unterschieden sie sich? Wie entwickelten die Beteiligten ihr Netzwerk unter den Bedingungen des „real existierenden Sozialismus“?

- Was stand musikalisch im Mittelpunkt? Woran orientierte man sich und wie? (Künstler, Länder, Szenen, Stile)

- Was passierte außerhalb der Musik? Bildeten die Jazzer eigene informelle Netzwerke, in denen außer der Leidenschaft für Jazz noch andere Aktivitäten gepflegt wurden?

- Wie hat man die Abschottung überwunden, wie „erweiterte“ man den Horizont, und welche Konzert-Festivalkultur gab es, da man kaum Platten kaufen konnte usw.?

- Wie war das Verhältnis zur Politik bzw. zur offiziellen Wahrnehmung? Wie ging man mit dem latenten Dissidententum um? Wollte man lieber unpolitisch sein und seine Nische verteidigen?

Netzwerk damals und Heute – Facebook, WhatsApp & Co. – Fluch und Segen, Chance oder Nachteil.

Konzertabend ab 20.30 Uhr

 INTENSIVSTATION

Alfred Vogel – drums
John Schröder – key, g, bass
Wolfgang Zwiauer – bass

Samstag 6.11.2021 – Café Wagner

 Angebot einer Wanderung ab 11.00 Uhr – Treffpunkt Hotel Vielharmonie

Tagungsbeginn: 14.30 Uhr-Treffen der Teilnehmer

 

15.00 Uhr – Café Wagner - Saal
Impulskonzert Karl-Heinz Bomberg
- (Arzt und Liedermacher, politisch Verfolgter-Stasihaft-Musiker-Psychoanalytiker, die Bedeutung des Jazz für die Heilung)

15.30 Uhr – 18.30 Uhr – Tagungsraum 1.Etage

 Vision & Zukunft
Rainer Bratfisch & Wolfgang König

Visionen von der Zukunft.

Hat die Jazzszene die Kraft und den Willen, diese in den nächsten Jahren umzusetzen?
Muss der Jazz am Tropf der Kulturförderung hängen?
Corona als HERAUSFORDERUNG annehmen bzw. als KATALYSATOR verstehen.

"Visionen ohne Taten werden zu Träumereien, Taten ohne Visionen zu Alpträumen“ (Japanisches Sprichwort)

 Tischvorlage: Gregor Holtz Thesenpapier 4 Thesen

  1. Die radikale Entbürokratisierung der Kulturförderung
  2. Vertrauen und eine flexiblere Umsetzung der geförderten Projekte
  3. Längere Förderzeiträume und Initiativförderung
  4. Aufstockung der Mittel für die freie Szene

16.15 Uhr – 17.00 Uhr – Tagungsraum 1.Etage

Interview Dr. Ulrich Seitmetzger mit Jakob Manz

Die Zukunft von Jazz: Live, als tatsächliche kulturelle Praxis, als Beruf, zukünftige Veranstaltungsformate, politische und gesellschaftliche Relevanz – wie erlebt die jungen Generation die aktuellen Jazzentwicklungen – eine persönliche Sicht

 

17.15 Uhr – 18.00 Uhr – Tagungsraum 1. Etage

Interview Andreas Menzel –

Tim Isfort (künstlerischer Leiter Moers Festival)
Bernd Gürtler(Musikjournalist)

Jazz in Deutschland als gegenwärtige Kulturpraxis prä,peri und post Corona" warum so schlecht beleumundet und ein gefühltes oder tatsächliches Ost –West Gefälle? –Wie wurde(n) „Ostjazz(er) im Westen wahrgenommen und wirkt dies bis heute nach? Und wie weiter…..

 

Im Anschluss tauschen wir uns darüber aus

 

Abschlussthese:

Jazz ist aber immer auch: kreativer Weg raus aus den Grenzen. Leidenschaft an etwas Neuem, Lebenslust. Wie kriegen wir die Lebenslust zurück?

Indem wir eine Art Allianz des vorurteilsfreien Handelns bilden und versuchen, die Stärken der jeweils anderen Szene zu nutzen oder wenigstens in die eigenen Überlegungen einzubeziehen…

 

Am Abend Konzert : 20.30 Uhr

THE JAKOB MANZ PROJECT

https://jakobmanz.de/the-jakob-manz-project/

 

 

Sonntag 7.11.2021 – Abschlusskonzert in der Panoramagaststätte Schlegelsberg

 Angelika Weiz mit Charlie Eitner & Friends

Für das Projekt "Angelika Weiz & Friend`s". An der Seite von Geli Weiz haben sich mit Chris Lewis, Charlie Eitner und Topo Gioia angesagte Musiker zusammengetan.