Veranstaltungen

Sonntag, 11.10.2026, 17:00 Uhr // Distelschänke, Am Jenzig 1
Joe² (Joe Sachse & Joe Hertenstein Duo) 

Joe² ( Joe Sachse & Joe Hertenstein Duo) 

Helmut "JOE" Sachse  -guitar, percussion
JOE Hertenstein - Drums , Percussion

 

https://www.joehertenstein.com/joe-sachse-joe-hertenstein

FFO: John McLaughlin, Jimi Hendrix, Lary Coryell, Günther "Baby" Sommer, Paul Lovens

Mit "Luten" Petrowsky, der unter freiem Spiel "das Verfügen über alle Möglichkeiten" verstand, spielte Sachse lange Jahre im Trio mit Klaus Koch. So versteht Sachse auch das neue Duo mit Joe Hertenstein: "Freies Spiel als Grundlage des Rein und Raus aus den Kompositionen. Mit David Moss, Paul Lovens, Wolfrgam Dix, Ernst Bier, Baby Sommer oder John Marshall hat das wunderbar funktioniert." Das neue Duo Sachse/Hertenstein , ist mit dem Programm 'no room for squares' Fortsetzung dieses Konzepts.

 

Freitag, 16.10.2026, 20:00 Uhr // Villa Rosenthal, Mälzerstraße 11
Katharina Maschmeyer BLACK DOG GROOVE SOCIETY
Photo by Nadine Targiel

mit freundlicher Unterstützung Villa Rosenthal Jena

Katharina Maschmeyer - Tenor Saxophone
Nils Pollheide - Guitar
Dirk Schaadt - Hammond Organ
Hardy Fischötter - Drums
 

„Hat man sich erst einmal die „Groove“-Begrifflichkeit im eigenen Bandnamen einverleibt, bleibt einem gar nichts anderes mehr übrig, als eben jenen Groove auch in die Tat umzusetzen, zu zelebrieren, so geschehen auch beim gemeinsamen Projekt von Saxofonistin Katharina Maschmeyer und ihrem langjährigen musikalischen Wegbegleiter, Gitarrist Nils Pollheide." - (Holger S. Jansen).

Der Ruhm ihres schon gemeinsam geführten KaMa Quartets / Katharina Maschmeyer Quartets, das in den letzten Jahren Festivals und große Clubs gleichermaßen begeisterte, eilt ihnen voraus. So wurde man schon mehrfach zu den "führenden und innovativsten Formationen der hiesigen Jazzszene“ gezählt. Das letzte John Coltrane gewidmete Album wurde in der „Zeit“ unter den besten Alben des Jahres gelistet.
Die BLACK DOG GROOVE SOCIETY wird komplettiert durch Dirk Schaadt an der Hammond Orgel und Schlagzeuger Hardy Fischötter (spielte u.a. mit Susan Weinert, Henrik Freischlader, Larry Carlton).

Mit ihrem neuen Album „Dog Dance“ präsentiert die Band wieder teuflisch groovende, knackige Eigenkompositionen. Über das Vorgänger Album schrieb Holger S. Jansen: „….die Kompositionen aus der Feder Maschmeyers und Pollheides ergeben hier eine volle, drückende und unglaublich lebendige Mischung, die Freunde retrospektiver Hammond Jazz- und Funk-Werte (…) begeistern wird und überdeutlich ins Ohr aber vor allen Dingen ins Kopfnicken und in die Füße geht – Jimmy Smith und Jimmy McGriff, um nur zwei der ganz großen Hammond-Ikonen zu nennen, lassen grüßen…“

„Katharina Maschmeyer und Nils Pollheide sind nicht nur brillante Musiker, sondern auch tolle Komponist/innen mit einer guten Spürnase für Groove, Spaß und Humor in der Musik. Dirk Schaadt an der Hammond-Orgel und Schlagzeuger Hardy Fischötter tragen viel zur treibenden Energie der Stücke bei. Das war ein durchaus gelungener Abend, für den sich das Publikum mit begeistertem Applaus bedankte.“ - (GEJazzt)


Das neue Album der Black Dog Groove Society erscheint im kommenden Juni 2026 bei dem Label TimeZone Records und wird promoted von Uta Bretsch_Communications.
Konzert Anfragen für unsere Album Release Tour nehmen wir gerne direkt entgegen über:
(Alternativ über unser Management Idris Media s.u.)
 
"Das Quartett der Saxophonistin Katharina Maschmeyer und des Gitarristen Nils Pollheide ist derzeit eine der heißesten Formationen im europäischen Jazz." - (JO/Hifi Stars)

Jazzpodium betitelte das Katharina Maschmeyer Quartet als eine der „eindrucksvollsten Live-Bands des Landes“.

Sonntag, 01.11.2026, 17:30 Uhr // TRAFO-Nollendorferstrasse 30
OLGA REZNICHENKO TRIO
Foto: Olga Reznichenko Trio-c Stefanie Marcus


Olga Reznichenko - p / comp
Max Stadtfeld - dr
Lorenz Heigenhuber - b

 

Das Olga Reznichenko Trio gehört zu den spannendsten Formationen der jungen europäischen Jazzszene. Mit einer kraftvollen Mischung aus kompositorischer Tiefe, virtuoser Spielkunst und emotionaler Klarheit erschafft die in Berlin lebende Pianistin Olga Reznichenko gemeinsam mit ihren Mitmusikern einen Klangkosmos, der Jazz-Traditionen respektiert, sie aber konsequent in die Gegenwart überführt. Geprägt durch ihre klassische Ausbildung und ihre Affinität zur modernen Improvisationsmusik, verbindet Reznichenko komplexe harmonische Strukturen mit rhythmischer Raffinesse und einer intuitiven melodischen Sprache.


Unterstützt von einem fein aufeinander abgestimmten Rhythmusgespann entfaltet das Trio eine beeindruckende klangliche Bandbreite, die von intimen Momenten bis zu eruptiver Energie reicht. Das Programm des Trios präsentiert Eigenkompositionen, die stilistisch zwischen moderner Kammermusik, postmodernem Jazz und freien Improvisationen changieren. Dabei bleibt der Fokus stets auf der musikalischen Kommunikation – lebendig, neugierig und offen. Live überzeugt das Olga Reznichenko Trio mit einem intensiven und zugleich feinfühligen Zusammenspiel, das Publikum wie Kritiker gleichermaßen begeistert. In einer Zeit, in der Grenzen zwischen Genres zunehmend verschwimmen, steht das Trio für künstlerische Integrität, Innovation und Ausdrucksstärke.

 

 

Sonntag, 15.11.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26
McPHEE-SWELL-TOKAR-KUGEL


Joe McPhee: tenor saxophone
Steve Swell: trombone
Mark Tokar: bass
Klaus Kugel: drums

Joe McPhee, inzwischen 85 Jahre alt, ist eine lebende Legende. Seinen Durchbruch hatte er Ende der 60er, spielte an der Seite von Ornette Coleman und Don Cherry und gehört inzwischen zu den letzten großen afroamerikanischen  Saxophonisten aus dieser Phase des Jazz. Wie kaum ein anderer ist er in der Lage, das Saxophon zum Sprechen zu bringen - vom Flüstern zum Schrei beherrscht er alle Register!
Auch Steve Swell - voriges Monat in Villach zu Gast - ist ein leuchtender Stern am Musikhimmel: Schon oft wurde er von verschiedenen Musikmagazinen zum Posaunisten des Jahres gewählt! Mehrmals war er bereits bei uns, unvergessen seine Auftritte beim CIMPosium und im Trio mit Brötzmann und Nilssen-Love!
Der Ukrainer Mark Tokar am Bass und Kugel am Schlagzeug erstellen ein dichtes, geradezu majestätisches und mächtig treibendes rhythmisches Fundament!
Joe McPhee (*1939 in Miami, USA) spielt Trompete, Posaune und verschiedene Saxophone. Joe spielte schon mit acht Jahren Trompete, als er Unterricht von seinem Vater erhielt.          
Seine Karriere begann in den 1960er Jahren unter anderem in Ensembles von Don Cherry. Seine erste Schallplatten-Einspielung entstand 1967 mit Clifford Thornton, "Freedom and Unity". Ab Mitte der 1970er Jahre wurde er mit einer Reihe aufsehenerregender Einspielungen in Europa bekannt, die das Schweizer Label HatHut Records von Werner X. Uehlinger mit ihm aufnahm. Seit den 1990er Jahren arbeitete McPhee in verschiedenen Kooperationen mit der jüngeren Generation von Musikern aus Chicago zusammen und nahm eine Reihe von Alben für das Avantgarde-Label CIMP auf. Er spielte u. a. mit Musikern wie Frank Lowe, Dominic Duval, Jay Rosen, Ken Vandermark, Peter Brötzmann und Evan Parker.
Bis 2007 hat er an die 100 Tonträgereinspielungen unter seinem Namen veröffentlicht.   Aktuell bildet er mit Fred Lonberg-Holm am Cello und Michael Zerang am Schlagwerk das Survival Unit Trio. Zusammen mit Roy Campbell, William Parker und Warren Smith spielt er in dem Projekt A Tribute to Albert Ayler.
Der Posaunist Steve Swell (* 1954 in Newark/New Jersey) studierte ab 1973 am Jersey City State College und war Schüler von Roswell Rudd. 1975 kam er nach New York, wo er zunächst mit Musikern wie Lionel Hampton und Buddy Rich,
Anthony Braxton und Jemeel Moondoc arbeitete. Anfang der 1980er Jahre spielte er in den Bands von Buddy Rich und Lionel Hampton. Bekannt wurde er 1985 durch ein Konzert mit Makanda Ken McIntyre in der Carnegie Hall. Anfang der 1990er Jahre tourte er mit Tim Bernes Gruppe Caos Totale und arbeitete mit Joey Barons Band Barondown und Phillip Johnstons Big Trouble. Außerdem war er Mitglied des The Little Huey Creative Music Orchestra, von Lou Grassis PoBand, von Cecil Taylors Orchestra Humane und Jemeel Moondocs Jus Grew Orchestra. Weiterhin arbeitete er mit Patrick Brennan, Bill Dixon, Ken Vandermark Resonance Ensemble, Butch Morris, John Zorn, Elliott Sharp, Taylor Ho Bynum, Perry Robinson William Parker Gebhard Ullmann, Fred Lonberg-Holm und Michael Zerang u.v.a,
Der Kontrabassist Mark Wassiljewitsch Tokar (ukrainisch Марк Васильович Токарь, *1974 in Lemberg) studierte an der Nationalen Polytechnischen Universität Lemberg, ab 2006 in Polen an der K. Szymanowski Jazzakademie
bei Jacek Niedzela. Er arbeitet seitdem im Spannungsfeld von Neuer Musik, Improvisationsmusik und Jazz.
Tokar ist u. a. in den Projekten Ken Vandermarks Resonance und Wacław Zimpels Undivided tätig sowie in weiteren Projekten u. a. mit Petras Vyšniauskas, Steve Swell, Michael Zerang, Tim Daisy, Dave Rempis, Roberta Piket, Fred Frith, Arkadi Shilkloper, Magnus Broo, Per Åke Holmlander und Mark Sanders. 2005/06 war er künstlerischer Leiter des ukrainisch-polnischen Jazz Bez Festival.Mit Ken Vandermark und Klaus Kugel bildete er das Trio The Esacalators, außerdem
spielte er in Vandermarks Resonance Ensemble.
Der Schlagzeuger Klaus Kugel (* 1959, Lindenberg) wurde an der Münchener Jazzschule ausgebildet. Zunächst gehörte er mit Dizzy Krisch und Klaus Roggors der Gruppe Nightwork an. Dann arbeitete er als Studiomusiker und mit Musikern der Kölner Szene wie Reiner Winterschladen, Roger Hanschel, Christian Ramond, Dieter Manderscheid sowie Christian Bollmann. 1986 wurde er Mitglied des Michel Pilz/Itaru Oki-Quartetts. Seit 1989 arbeitet er gemeinsam mit dem litauischen Saxophonisten Petras Vyšniauskas in verschiedenen internationalen Formationen, seit 1994 gehört er zum Quartett von Theo Jörgensmann. Seit 1999 ist er Mitglied im Ganelin Trio Priority von Vyacheslav Ganelin. Er war 2007 und 2008 u. a. mit Charles Gayle, Roy Campbell, Hilliard Greene und Jemeel Moondoc auf Tournee. Weiterhin hat er mit Musikern wie Tomasz Stańko, Zbigniew Namysłowski, Perry Robinson, Wolter Wierbos, Charlie Mariano, Karl Berger, Steve Swell, Robert Dick, Arkady Shilkloper, Sirone, Burton Greene, Vijay Iyer, John Lindberg, Herb Robertson, Paweł Postaremczak, Kenny Wheeler, Sabir Mateen, Peter Evans, Perry Robinson, Bobo Stenson, Glen Moore, Kent Carter, Mars Williams, Conny Bauer, Gerd Dudek, Ken Vandermark, Joe McPhee, John Edwards, Wacław Zimpel oder Bobby Few gearbeitet

https://mcphee.swell.tokar.kugel-quartet.com/

Photo Credits: Joe McPhee by Photomusix/C.Marx / Steve Swell by Peter Gannushkin / Mark Tokar by
Oleg Nitsko / Klaus Kugel by Photomusix/C.Marx

Donnerstag, 19.11.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner, Wagnergasse 26
DAS KONDENSAT

Jubiläumskonzerte- 45 Jahre Jazz im Paradies

Gebhard Ullmann (soprano and tenor saxophones, looper, fx)
Oliver Potratz (electric basses, fx)
Eric Schaefer (drums, modular synthesizer)

Ein Kondensat entsteht beim Übergang eines Stoffes in einen anderen.
Es geht ums Eindampfen, Komprimieren und Verdichten. Lauter Vokabeln, die den Bandnamen des Trios rechtfertigen und diese wahrlich neue Musik beschreiben.

Ihr Programm, das sich auch auf der aktuellen CD wiederfindet, ist eine sinnliche elektroakustische Improvisationsgeschichtein elf Kapiteln. Das Kondensat springt ab aus dem Museum in ein Jetzt jenseits diverser orthodoxer Lehren.  Jazz ist das auch, aber nur unter anderem. Neugier ist die Gier nach Neuem.  Darum geht es hier mit mal rockig-punchigem, mal melodiös-balladeskem Zugriff, generiert mit neuen Medien in neuen Kontexten.

Gebhard Ullmann hat jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit modifizierten Klängen, mit denen er hier seine Sopran- und Tenorsaxofone mal durchs Dickicht schlängelt,  mal im luftigen Raum empor schweben lässt, dann wieder zupackend auf den Punkt bringt.  Der E-Bass von Oliver Potratz kann dunkel dräuen und markant grundieren oder zu wunderbaren Linien abheben. Mal mächtig und mal filigran gießt er ein Fundament.

Eric Schaefers Drumming als druckvoll, dringlich und dynamisch zu beschreiben wäre eine Untertreibung.  Längst hat er sich in die erste Reihe europäischer Schlagzeuger getrommelt. In der Summe ergibt das eine Berliner Band der Superlative und ist doch mehr als die Addition ihrer Teile.  Das Kondensat ist eine der spannendsten Trioformationen, die momentan zu erleben ist.‘ Angela Ballhorn in Jazz’n’more Sven Thielmann in Fono Forum: ‚Die live eingespielte Mensch-Maschine-Interaktion, die seit ihrem grandiosen gleichnamigen Erstling als ‚Das Kondensat firmieren‘ ist hoch-emotionale Überwältigungsartistik par excellance. Dynamisch rasant verbinden sich hier elektronische Spielereien homogen mit aberwitzigen Drum’n Bass Strukturen, über denen das fabelhaft angeraute Gebläse förmlich fliegt.‘

Concerto from Austria: ‚Das pocht und pulsiert, das schreit und flüstert, das knallt in die Magengrube und wird gleich darauf lyrisch zart.‘ (5 stars

Donnerstag, 26.11.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26, Jena
BÄNZ OESTER TOGETHER
Photo Credit Bernhard Ley

BÄNZ OESTER bass
MALCOLM BRAFF piano
ALBIN ORMEGARD guitar
GENIUS WESLEY drums

Homepage: https://baenzoester.com/

 

TOGETHER, das neue Projekt von Bänz Oester, setzt eine Tradition fort, auf die heute relativ wenige Formationen Anspruch erheben. Wir denken spontan an den sogenannten Spiritual Jazz, dessen Blütezeit sich von Mitte der 1960-er bis Mitte des darauffolgenden Jahrzehnts erstreckte. Sie geben uns diese ‚alte Religion‘, nicht als abergläubische Bigotterie, sondern im Sinne dessen, was uns rückverbindet, ein kostbares Gefühl menschlicher Zugehörigkeit, Brüderlichkeit und Schwesternschaft.

Nach 13 Jahren mit den Rainmakers schlägt Bänz Oester ein neues Kapitel auf, in der neuen Band sind Bänz Oesters langjähriger Weggefährte Malcolm Braff am Piano und zwei Überflieger aus dem Umfeld des Jazzcampus Basel, Albin Ormegard aus Schweden an der Gitarre und der Amerikaner Genius Wesley am Schlagzeug mit dabei. Die Musik bewegt sich improvisiert in grosszügigen Spannungsbögen, es groovt, singt und schwelgt, und die nächste Überraschung wartet schon hinter der Abbiegung…

Die meisten Jazzmusiker konzentrieren ihre Forschung heute auf komplexe und ausgefeilte Strukturen, sei es auf rhythmischer, harmonischer oder melodischer Ebene. Viele aktuelle Produktionen können daher als Demonstration von Disziplin und Arbeit wahrgenommen werden, der Körper und Geist unterworfen werden

können, um ein Ergebnis zu erzielen: Geschwindigkeit, Präzision, Kontrolle usw. Die Musik von TOGETHER hebt sich von diesem Trend ab. Natürlich stehen darin die individuelle Virtuosität und Kreativität im

Vordergrund (die vier Mitglieder des Quartetts sind allesamt Meister der Improvisation und verfügen über eine phänomenale Ausdruckskraft), aber diese Musik erzählt auch vom Streben nach Freiheit, Revolte und Rebellion gegen Systeme der Kontrolle und gegen Unterdrückung im Allgemeinen, sowie vom Bedürfnis nach Transzendenz und Humanität.

Durch ihr Zusammenspiel bekräftigen die Musiker unermüdlich ihren spirituellen Anspruch und ihr Bedürfnis, sich von allen Formen von Zwängen zu befreien. Damit setzen sie eine Tradition fort, auf die heute relativ wenige Formationen Anspruch erheben. Man denkt spontan an John Coltranes 4tet, aber auch an die anderen Apostel des sogenannten Spiritual Jazz, dessen Blütezeit sich von Mitte der 1960-er bis Mitte des darauffolgenden Jahrzehnts erstreckte. Diese Musik ist heute auffallend aktuell ... In einer Zeit, in der Steuerungsalgorithmen immer effizienter werden und die Maschine die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen erreicht und sogar übertrifft, ist das Angebot von Bänz Oester, Albin Ormegard, Malcolm Braff und Genius Wesley zweifellos das, was wir am dringendsten brauchen: Sie geben uns diese alte Religion, nicht als abergläubische Bigotterie, sondern im Sinne dessen, was uns rückverbindet, ein kostbares Gefühl menschlicher Zugehörigkeit, Brüderlichkeit und Schwesternschaft.

Die Musiker spielen Ihr Instrument nicht nur, sie SIND auch das Instrument selbst; sie sind der Klang, ganz im Jetzt präsent, pure Freude erzeugend und gemeinsam erschaffen sie einen Sound, der das Universum scheinbar beeinflusst. TOGETHER bringen alles zum Blühen.

Samstag, 05.12.2026, 20:00 Uhr // Villa Rosenthal - Mälzerstrasse 11
CHRISTIAN MARIEN QUARTETT
Foto: Oliver Potratz

mit freundlicher Unterstützung Villa Rosenthal Jena

Tobias Delius: Tenorsaxophon, Klarinette
Jasper Stadhouders: Gitarre
Antonio Borghini: Kontrabass
Christian Marien: Schlagzeug

 

This is a quartet that doesn’t just play together; they breathe together.”

Lynn René Bayley, The Art Music Lounge, 29.1.2024

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Das Christian Marien Quartett präsentiert die Musik ihres neuen Albums Beyond the Fingertips. Es ist eine Direct-to-Disc-Produktion, ohne Schnitt, ohne Nachbearbeitung, in einem einzigen, unwiederholbaren Durchlauf direkt in den Lack geritzt. Ganz im Hier und Jetzt. So sind auch die Konzerte des Quartetts. Voller Risikofreude und Spielwitz öffnen die Musiker einen Raum, in dem alles wahr sein darf – auch der Irrtum und das Unperfekte. Sie bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen Struktur und Freiheit, Abstraktion und Swing, Chaos und Ruhe. Christian Marien hat mit Antonio Borghini, Jasper Stadhouders und Tobias Delius phantastische Improvisatoren versammelt, deren Können auch darin besteht, loszulassen und dem Moment zu vertrauen. Die Musik entsteht dann an einem Ort, den man nicht festhalten kann - beyond the fingertips.