Veranstaltungen

Donnerstag, 08.10.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner - Wagnergasse 26, Jena
RUDY LINKA TRIO
Foto: Created by SnowSoft

Rudy Linka - guitars.
Alune Wade - bass guitar, voice
Rudy Royston - drums

 Nach seiner Ausbildung am Prager Konservatorium flüchtete Rudy Linka als 19-jähriger 1980 nach Schweden, ging zum Studium an die Berkeley School of Music nach Boston und lebt seit 1985 in New York. Zu seinen Lehrern gehörten Jim Hall, John Abercrombie und John Scofield. Inzwischen ist Linka längst selbst einer der geschmackvollsten und erfahrensten Traditionalistenseines Fachs.

Mit „American Trailer“ hat das Rudy Linka Trio im vergangenen Jahr ein wunderbar entspanntes Widmungsalbum an Freunde, Lehrer und zu Kollegen gewordene Vorbilder eingespielt, das die Brücke vom Blues zu rockigen Klängen schlägt. Allerfeinster Gitarrenjazz, der wunderbar cool groovt und lässig swingt. (Pressetext)

Mit dem sensationellen Drummer Rudy Royston (Bill Frisell, JD Allen, Dave Douglas u.a.) und seinem neuen Bassisten Christiaan van Voorst van Beest zeigt Gitarrist Rudy Linka, New Yorker Gitarrist mit tschechischen Wurzeln, erneut, welch virtuoser und leidenschaftlicher Musiker er ist.

Rudy Linka wurde von den Lesern des renommierten Down Beat Magazine zu einem der besten Gitarristen der Welt gewählt. Er nahm rund 14 CDs für Enja, Timeless, Universal oder Sony BMG Labels auf, auf denen er zusammen mit Leuten wie Paul Motian, Larry Grenadier, John Scofield und vielen anderen spielte. Bobo Stenson definierte den Begriff "modernes Klavier" bereits in den späten 1960er Jahren. Er ist einer der Gründer des "ECM-Sounds" und hat mit Legenden wie Sonny Rollins, Stan Getz und Gary Burton und vielen anderen aufgetreten.

Rudy Linka wurde am 29. Mai 1960 in Prag geboren und verliebte sich als Teenager in den Jazz. Damals borgte er sich Alben von anderen Jazzliebhabern und sogar von der amerikanischen Botschaft in Prag. 1979 schloss er sein Studium der klassischen Gitarre am Prager Konservatorium ab, und in den frühen 1980er Jahren emigrierte er nach Schweden, wo er vier Jahre lang Komposition am Stockholmer Musikinstitut studierte. Er erwarb die schwedische Staatsbürgerschaft und traf dort auch den amerikanischen Bassisten Red Mitchell und begann mit ihm zu arbeiten. Später empfahl er Linka für ein Jim Hall Fellowship am Bostoner Berklee College of Music. Er setzte sein Studium an der New School in New York fort, wo er 1986 umzog. Anschließend studierte er privat bei John Scofield, Jim Hall oder John Abercrombie!

Sonntag, 11.10.2026, 17:00 Uhr // Distelschänke, Am Jenzig 1
Joe² (Joe Sachse & Joe Hertenstein Duo) 

Joe² ( Joe Sachse & Joe Hertenstein Duo) 

Helmut "JOE" Sachse  -guitar, percussion
JOE Hertenstein - Drums , Percussion

 

https://www.joehertenstein.com/joe-sachse-joe-hertenstein

FFO: John McLaughlin, Jimi Hendrix, Lary Coryell, Günther "Baby" Sommer, Paul Lovens

Mit "Luten" Petrowsky, der unter freiem Spiel "das Verfügen über alle Möglichkeiten" verstand, spielte Sachse lange Jahre im Trio mit Klaus Koch. So versteht Sachse auch das neue Duo mit Joe Hertenstein: "Freies Spiel als Grundlage des Rein und Raus aus den Kompositionen. Mit David Moss, Paul Lovens, Wolfrgam Dix, Ernst Bier, Baby Sommer oder John Marshall hat das wunderbar funktioniert." Das neue Duo Sachse/Hertenstein , ist mit dem Programm 'no room for squares' Fortsetzung dieses Konzepts.

 

Donnerstag, 19.11.2026, 20:00 Uhr // Cafe Wagner, Wagnergasse 26
DAS KONDENSAT

Jubiläumskonzerte- 45 Jahre Jazz im Paradies

Gebhard Ullmann (soprano and tenor saxophones, looper, fx)
Oliver Potratz (electric basses, fx)
Eric Schaefer (drums, modular synthesizer)

Ein Kondensat entsteht beim Übergang eines Stoffes in einen anderen.
Es geht ums Eindampfen, Komprimieren und Verdichten. Lauter Vokabeln, die den Bandnamen des Trios rechtfertigen und diese wahrlich neue Musik beschreiben.

Ihr Programm, das sich auch auf der aktuellen CD wiederfindet, ist eine sinnliche elektroakustische Improvisationsgeschichtein elf Kapiteln. Das Kondensat springt ab aus dem Museum in ein Jetzt jenseits diverser orthodoxer Lehren.  Jazz ist das auch, aber nur unter anderem. Neugier ist die Gier nach Neuem.  Darum geht es hier mit mal rockig-punchigem, mal melodiös-balladeskem Zugriff, generiert mit neuen Medien in neuen Kontexten.

Gebhard Ullmann hat jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit modifizierten Klängen, mit denen er hier seine Sopran- und Tenorsaxofone mal durchs Dickicht schlängelt,  mal im luftigen Raum empor schweben lässt, dann wieder zupackend auf den Punkt bringt.  Der E-Bass von Oliver Potratz kann dunkel dräuen und markant grundieren oder zu wunderbaren Linien abheben. Mal mächtig und mal filigran gießt er ein Fundament.

Eric Schaefers Drumming als druckvoll, dringlich und dynamisch zu beschreiben wäre eine Untertreibung.  Längst hat er sich in die erste Reihe europäischer Schlagzeuger getrommelt. In der Summe ergibt das eine Berliner Band der Superlative und ist doch mehr als die Addition ihrer Teile.  Das Kondensat ist eine der spannendsten Trioformationen, die momentan zu erleben ist.‘ Angela Ballhorn in Jazz’n’more Sven Thielmann in Fono Forum: ‚Die live eingespielte Mensch-Maschine-Interaktion, die seit ihrem grandiosen gleichnamigen Erstling als ‚Das Kondensat firmieren‘ ist hoch-emotionale Überwältigungsartistik par excellance. Dynamisch rasant verbinden sich hier elektronische Spielereien homogen mit aberwitzigen Drum’n Bass Strukturen, über denen das fabelhaft angeraute Gebläse förmlich fliegt.‘

Concerto from Austria: ‚Das pocht und pulsiert, das schreit und flüstert, das knallt in die Magengrube und wird gleich darauf lyrisch zart.‘ (5 stars