Veranstaltungen

Dienstag, 27.11.2018, 20:00 Uhr // Cafe Wagner
DAS KONDENSAT

Gebhard Ullmann – sax
Oliver Potratz - bass
Eric Schaefer - drums

Zusammen sind sie nun Das Kondensat. Trotz der übertrieben verkopften Bandbenennung – die Musik selbst ist astrein. Ein Trio mit der Kraft des Rock, mit intelligent eingesetzten Digital-Klängen, mit improvisatorischer Individualität in bester Jazzästhetik – klasse. Es ist eine herrlich frische, moderne Musik, es ist im Miteinander von mechanisch und digital erzeugten Sounds eine abenteuerliche, neue Musik, es ist mit der Expressivität der Stücke eine wilde Musik.

Herrlich ruppige Rhythmen, heiße Saxofon-Schreie, wummernde Basslinien, geheimnisvoll klingende Elektronik-Sounds. Manchmal wird man wohl an das belgische Trio AKA Moon vom Anfang der Neunzigerjahre erinnert, aber Das Kondensat ist in jedem Falle viele Schritte weitergegangen, wirkt filigraner und wuchtiger gleichermaßen, wirkt bissiger, spielerischer und natürlich im Sound viel moderner. Diese Platte sei allen empfohlen, die immer wieder neugierig sind. Und sie sei den Juroren des Preises der deutschen Schallplattenkritik wärmstens ans Ohr gelegt.

Donnerstag, 29.11.2018, 20:00 Uhr // Pici Café & Vinothek
STEFAN NAGLER TRIO

Kay Kalytta Schlagzeug, Percussion
Fabian Misch Kontrabass
Stefan Nagler Klavier

Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne bewegen sich die Akteure in diesem Format mit einem Höchstmaß an Spielspass und Flexibilität zu einander. Mit beachtlicher Virtuosität, großen Ohren, offenen Herzen und dem Drang nach der Energie des Moments begegnen sich die Musiker bei jedem Konzert aufs Neue. Authentisch und ganz im Sinne des Jazz. Auf die Zuhörer wartet ein Flug ins Ungewisse, auf die Piloten auch, dazu gehört Mut, doch alle Instrumente werden regelmäßig überprüft und wer sich an Board begibt wird belohnt. Turbulenzen werden provoziert, Notlandungen blieben bisher aus. Ein einzigartiges Zusammentreffen, drei handverlesene Individuen, unterschiedliche Geschichten, ein Sound.



Donnerstag, 29.11.2018, 20:30 Uhr // Kulturbahnhof - Spitzweidenweg 28
ERIKA STUCKY & BAND

Einlass:19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Kartenbestellung:  http://tickets.vibus.de/00100175000000/shop/vstdetails.aspx?VstKey=10017500002796000

Play the Music of Jimi Hendrix

Christy Doran g
Erika Stucky voc
Melvin Gibbs e-b
Fredy Studer dr

Der legendäre, genresprengende, schwarze Rockgitarrist Jimi Hendrix hat sich wie kaum ein anderer Saitenzauberer der späten 60er des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll tief in die Spiel-Grammatik der meisten stilbildenden Gitarristen seit den 1970er Jahren eingeschrieben. Zwar gab es über die Jahre viele bemerkenswerte Hendrix-Projekte, allerdings kaum je so ein pfiffiges wie dieses in schrillen theatralischen Farben schillernde aus der Schweiz.

Da staunen Theater-Freaks wie Freunde abgedrehter Fusion-Jazzrockmusik gleichermaßen, wenn die schräge Performance-Künstlerin Erika Stucky mit Ausnahme-Gitarrist Christy Doran und „the best bassist of the world“ (Time Out New York Magazine) Melin Gibbs die ungezügelte Energie des Rock mit der archaischen Sprache des Blues auflädt. Denn in ihrem Spiel werden schon scheinbar mausetote Hendrix-Standards nicht nur wiedererweckt, sondern bekommen überraschend eine ganz eigene theatralische Note,die neue Horizonte jenseits des Originals eröffnet.Vor allem die Essenz der Hendrixschen Song-Lyrics wird gerade von Stucky auf dramatische Weise auf pfiffige Weise freigelegt - und damit ganz neu hörbar. Natürlich werden "Klassiker" wie „Hey Joe“durch Jazz- und Funk-Elemente verstärkt – und dadurch bekommt dieses Projekt eine ganz eigene Note. "I'm not too sure about the answer. But I do know the question. And the question is yes," meint Stucky auf der in höchsten Tönen gelobten CD "Jimi" am Ende von "Voodoo Child".

Dass JIMI HENDRIX’ Musik nach wie vor so aktuell und spannend ist wie in den 70ern, zeigte schon vor zehn Jahren ein Projekt des schweizerisch-irischen Gitarristen Christy Doran. Nun wird das Projekt wieder aufgenommen. Anstelle von Phil Minton übernimmt Globetrotterin Erika Stucky den Vocal-Part. Am Schlagzeug kommt wieder Fredy Studer, einer der innovativsten Schlagzeuger Europas und langjähriger Weggefährte von Doran zum Einsatz. Am Bass schließlich steht mit Melvin Gibbs einer der weltweit führenden Funk-Bassisten. Während andere Projekte versuchen, Hendrix-Musik zu kopieren (und damit oft scheitern), gelingt es Christy Dorans Band, ein neues Licht auf die Songs zu projizieren, ohne den "Spirit" der Musik aufzugeben. Eine Bewegung im Umfeld aus Rock, Jazz und infernalischen Improvisationen, traumwandlerisch sicher, immer auch mit einem verschmitzten Augenzwinkern und ganz eigenen Ergänzungen.

Der in Irland geborene Christy Doran übersiedelte mit seinen Eltern schon vor über 50 Jahren in die Schweiz, wo er seit vielen Jahren in Luzern lebt. Seine musikalischen Einflüsse waren in der Jugend eher geprägt von der Rockmusik, und sein großes Idol war Jimi Hendrix. Der revolutionierte in den 60er Jahren das Gitarrenspiel von Grund auf. Sein Einfluss auf Gitarristen aller Stilrichtungen bis heute ist enorm. Bereits vor über 10 Jahren startete Christy Doran ein Projekt, das die Kompositionen des Meisters neu arrangierte und zeitgemäß interpretierte - damals mit Phil Minton, Amin Ali, Django Bates und Fredy Studer. Nun wurde das Projekt wieder aufgenommen, neue Stücke und neue Arrangements gewählt - und neue Musiker. Einzig Fredy Studer, mit dem Doran seit über 30 Jahren in verschiedenen Formationen gespielt hat (man denke nur an OM, die Schweizer Kultband der 70er!), ist aus der ersten Formation geblieben. Anstelle von Phil Minton übernimmt nun Erika Stucky den Gesangspart. Und sie hebt das Projekt auf ein neues Niveau: die Sängerin hat schon auf ihrem Erfolgsalbum „Lovebites“ mit ihrer Interpretation „If 6 Was 9“ unter Beweis gestellt, dass sie ihren Bezug zu Hendrix‘ Musik brillant und innovativ stimmlich umsetzen kann. Am Bass steht in der aktuellen Besetzung mit Melvin Gibbs einer der weltweit führenden Funk-Bassisten (u.a. Henry Rollins, Arto Lindsay, Ronald Shannon Jackson, DEFUNKT, Bill Frisell, David Murray...). Während viele andere Hendrix-Projekte versuchten, dessenMusik zu kopieren (und damit oft scheiterten), ist es Christy Dorans Band gelungen, ein neues Licht auf die Songs zu projizieren, ohne den „Spirit“ der Musik aufzugeben.

Samstag, 01.12.2018, 20:00 Uhr // Volksbad
JEFF CASCARO & Band

Einlass: 19.00 Uhr . Beginn: 20.00 Uhr
Veranstalter Jenakultur
VVK voll: 15 € / VVK erm.: 12 € in der Jena Tourist-Information
AK voll: 18 € / AK erm.: 15 €

love & blues in the city

Jazz-Sänger Jeff Cascaro hat in den letzten Jahren wie kein Zweiter den Soul-Jazz in Deutschland populär gemacht. Nun wendet er sich mit gleicher Leidenschaft dem klassischen Jazz zu, bleibt aber in der Auswahl der Songs und Balladen einer bluesigen Grundfärbung treu. So changiert das neue Bühnenprogramm „love & blues in the city“ zwischen klassischen Jazz-Stücken und Rhythm’n Blues/Blues-Nummern. Durchweg wird die Musik aber mit jazziger Leichtigkeit gespielt und versteht es gekonnt, die Lässigkeit des Swing mit der rauen Erdigkeit des Blues zu vereinen.
Dargeboten wird dieses abwechslungsreiche Programm in einer famosen Quartett-Besetzung mit viel Raum für Dynamik und stimmliche Feinheiten. Resultat dessen ist eine sehr emotionale Musik mit viel Groove, die feinste Gesangsparts mit Improvisationen mischt. Im Zentrum des Geschehens steht die warme Gesangsstimme Jeff Cascaros, der in der Tradition der großen Jazz-Sänger agiert.

Besetzung:
Jeff Cascaro: Gesang, Trompete
Roberto Di Gioia: Piano
Hans Dekker: Schlagzeug
Christian von Kaphengst: Bass

www.jeffcascaro.de

Sonntag, 02.12.2018, 20:00 Uhr // Weintanne – Jenergasse 13
Clemens Kuratle MURMULLO

Die Band wird durch die Schweizer Kulturstiftung prohelvetia gefördert

Clemens Kuratle, Schlagzeug und Komposition
Jonathan Maag, Tenorsax
Florian Weiss, Posaune
Franz Hellmüller, Gitarre
Rafael Jerjen, Kontrabass

«Murmullo» sucht einen kollektiven Sound. Das Quintett um Clemens Kuratle entwickelt, zerstäubt und entwirrt dessen Kompositionen. Die Melodie ist das zentrale Element der Stücke, sie gibt den Rahmen und den Charakter vor. Hier wird kein Klischee zelebriert. Die Emotion die jedem Stück zugrunde liegt ist Ausgangs- und Endpunkt der Stücke. Nachdenkliche Passagen wechseln sich mit wilden, treibenden Improvisationen ab und jeder Song erzählt seine Geschichte. Hier werden neue Klänge gesucht ohne den Bezug zu den Wurzeln des Jazz, zum Groove und zur Melodie zur verlieren.

Es finden sich Anklänge an neue Musik, Bach, Rock, afrikanische Grooves und auch Blues. Die Songs sind häufig hymnisch und teils rhythmisch komplex veranlagt. Zentral bleibt immer die emotionale Grundaussage, die der jeweiligen Komposition zugrunde liegt und die auch in den Improvisationen erhalten bleibt. Mit «Murmullo» haben sich fünf Musiker gefunden, welche willig sind, langfristig an diesem Projekt zu arbeiten.

HOMEPAGE: http://clemenskuratle.com/

YOUTUBE: https://www.youtube.com/watch?v=ehZoNWZYQfw

Donnerstag, 06.12.2018, 20:00 Uhr // Cafe Wagner
COWBOYS FROM HELL

Die Band wird durch die Schweizer Kulturstiftung prohelvetia gefördert

Christoph Irniger, ts & fx
Marco Blöchlinger, b & fx
Chrigel Bosshard, dr

Die Cowboys From Hell haben ein monumentales Ding geschaffen und ihr ganzes musikalisches Universum in diesen BIG FISH gepackt. Die urkräftigen Grooves ziehen kompromisslos vorwärts, während darüber flirrende und flimmernde Sounds ihre Linien ziehen. BIG FISH flirtet furchtlos mit dem Wahnsinn – um dann raffiniert den schönsten Weg ins Ziel freizubrechen.

Die Cowboys From Hell legen etwas vor, das wir so noch nicht gesehen haben. BIG FISH erscheint zuweilen wie ein Monster aus der Tiefsee, surreal schön aber mit gefährlich scharfen Zähnen hochgerüstet. Dann wieder scheint uns das Trio mitzunehmen auf eine Reise durch die Weiten des Alls. Christoph Irnigers Sounds schimmern mal jenseitig sphärisch und melodiös. Im nächsten Augenblick donnert er wie ein tonnenschwerer Meteorit mit einem verzerrten Riff durchs Panorama. Nochmals später schrammt seine Elektronik dem Meeresboden entlang, um sich anschliessend in einer leisen Welle wieder beliebt zu machen. Der polternde Bass Blöchlingers führt die Partie mal virtuos, mal mit brachialem Schub, aber immer zielgerichtet. Und Bosshards Schlagzeug schliesslich treibt die Musik an mit Kraft, mit Kapriolen und Überschlägen.

Zitate und Einflüsse krachen aufeinander und finden sich in explosiven Karambolagen und traumartigen Passagen. Von allen Seiten kommt's: guter alter Drum’n’Bass, Freejazz, Metal, Crossover, Minimal... Die eine Zeitung benennts: Jazzpunk, kurz „Junk“. Passt irgendwie.

Live packen die Cowboys from Hell genauso kompromisslos zu. Gekonnt, aufrecht – und ohne Angst auf die Fresse zu knallen. Auf der Bühne sind die drei ein Ereignis. Am Ende der Nacht reiten sie in den Sonnenaufgang, die Gesichter im Publikum lächeln, einer wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Ist das ein Blutfleck auf meinem Taschentuch?

Weitere Infos aufhttps://www.cowboysfromhellband.com/

Support unter: www.facebook.com/cowboysfromhellband